Infektionskrankheiten in der Zwischenkriegszeit

Die oft katastrophalen hygienischen Bedingungen in den Arbeitersiedlungen führte Mitte der 20er-Jahre des 20. Jahrhunderts zum Anstieg von Infektionskrankheiten. In Steinbrunn war vor allem die bakterielle Augenentzündung Trachom weit verbreitet, wie aus den Sanitätsausweisen dieser Zeit ersichtlich ist. Aus den Jahren 1924 bis 1927 sind dutzende Neuinfizierungen dokumentiert. Neben dieser tückischen Augenkrankheiten, die vor der Entdeckung der Antibiotika nur schwer in den Griff zu bekommen war und nicht selten zur Erblindung führte, gab es in Steinbrunn auch regelmäßig Fälle von Thypus (1925, 1927).

Im Burgenland traten diese Infektionskrankheiten fast ausschließlich im Umfeld der großen Fabriken wie in Neufeld/Steinbrunn oder Siegendorf auf.

Quelle: Landesamtsblatt für das Burgenland, 1924 ff, ONB.

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