Die Sage von der Marienstatue

Die Marienstatue in einer Nische am Kirchturm der Pfarrkirche soll von einer Frau – sie soll Dora Gludowatz geheißen haben – als Dank für ihre wunderbare Errettung aus der türkischen Gefangenschaft gestiftet worden sein.

Quelle: Josef Bauer, Die Türken in Österreich: Geschichte, Sagen, Legenden. 1982, 108.

Nebenbei: Tatsächlich steht in einer Nische am Turm der Pfarrkirche in einigen Metern Höhe eine Marienstatue. Diese wurde vor einigen Jahren renoviert, die Farbe dürfte aber schon wieder witterungsbedingt „abgehen“ (siehe Foto). Wie alt die Statue ist, konnte ich noch nicht recherchieren. Angenommen, die Sage beruht auf einem wahren Kern, dann müsste die Statue mindestens rund 300 Jahre alt sein – der letzte Türkeneinfall, beim dem Frau Gludowatz in Gefangenschaft geraten hätte können, war jener um die Belagerung von Wien 1683. Die Stiftung der Marienstatue müsste demnach spätestens kurz nach 1700 – unter Umständen nach einer mehrjährigen Gefangenschaft – erfolgt sein. Ist die Marienstatue jünger, wäre es möglich, dass die ursprüngliche verloren gegangen ist und durch eine andere ersetzt wurde.

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