Vielleicht wird`s einmal ein „Edelsteinbrunn“

12. Oktober 1958. Das neue Feuerwehrhaus in Stinkenbrunn wird eröffnet. Aus Eisenstadt reist Landeshauptmann Johann Wagner (ÖVP) an. Die Eröffnungsansprache des ehemaligen Brandinspektors der Freiwilligen Feuerwehr Stegersbach fällt durchaus launisch aus. Und dann fällt das Zitat, an das sich die, die damals dabei waren, noch heute erinnern:


„Ich weiss, dass Ihr schon seit langem mit Eurem Ortsnamen unzufrieden seid und dass Ihr den Wunsch hegt, Euch in Steinbrunn umzubenennen“, sagt Wagner. „Ich beglückwünsche Euch zu Eurer Entscheidung. Schon in der nächsten Regierungssitzung wird ein diesbezüglicher Antrag zur Beschlussfassung auf der Tagesordnung stehen.“ Pause. „Und vielleicht wird aus diesem Steinbrunn dann irgendwann einmal ein Edelsteinbrunn!“

Tosender Applaus. Ein bleibendes Zitat, das heute noch schmunzeln lässt. Sind wir schon „Edelsteinbrunn“?

Ergänzend: Mit 1.1.1959 wird Stinkenbrunn in Steinbrunn umbenannt (mehr). Das „neue“ Feuerwehrhaus, das damals eröffnet wurde, ist das heutige „alte Feuerwehrhaus“ zwischen Gemeinschaftshaus und Ortskapelle. Das „ganz alte“ Feuerwehrhaus stand seit der Gründung der FF Steinbrunn 1888 auf dem Platz vor der Kapelle, wo sich heute der Kedl-Brunnen befindet. Der Bau hatte eine Rampe und einen hölzernen Schlauchturm. Er wurde abgetragen. Eine Abbildung findet sich auf der Homepage der FF Steinbrunn.

Quellen:

Augenzeuge Josef Fröhlich, damals Jungfeuerwehrmann.

Burgenländische Freiheit Nr.42, 18.10.1958, 28.Jahrgang, Seite 5.

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