Zur Geschichte der Bayer Kartonagen in Steinbrunn

Neben der „Hiestand“ stand in der Neuen Siedlung die Bayer Kartonagen-Fabrik. Hier einige Daten zu dem Unternehmen:

  • 1926 gründete Josef Bayer in Lustenau (Vorarlberg) eine Buchbinderei und Kartonagenerzeugung.
  • Um „möglichst in ganz Österreich präsent zu sein“, wurde in Steinbrunn eine Niederlassung errichtet.
  • Nach dem Tod des Firmengründers teilten sich Bayers Söhne die Betriebe auf: Dkfm. Edgar Bayer übernahm die Niederlassung in Steinbrunn. Ab 1977 war die Steinbrunner Kartonagenfabrik eine selbstständige Gesellschaft.
  • Die offizielle Eröffnung der Steinbrunner Niederlassung erfolgte am 18. Dezember 1964. Sozialminister Anton Proksch (SPÖ) nahm an der Feier und kam deshalb zu spät zu einer Sitzung des Bundesrates in Wien. Dort sagte er laut Stenographischem Protokoll: „Ich habe das (gemeint: die Eröffnung) deshalb für wichtig gehalten, weil es sich in diesem Fall um einen Vorarlberger Unternehmer handelt, der neben seinem Hauptbetrieb in Lustenau nunmehr in Steinbrunn einen Schwesterbetrieb eröffnet hat, in dem bereits 60 Menschen beschäftigt sind (Einwurf Bundesrat Appel: Von See zu See!). Nein, ich stehe auf dem Standpunkt: Ehre, wem Ehre gebührt (Beifall bei der ÖVP).“
  • Die Bayer Kartonage in Lustenau besteht heute noch.

Offene Fragen:

  • Bis wann bestand die Kartonagenfabrik Bayer, was waren die Gründe für die Schließung?
  • Welche Produkte wurden gefertigt (made in Steinbrunn) und wie viele ArbeitnehmerInnen waren beschäftigt?

Quellen:

http://www.bayer-kartonagen.com/unternehmen/firmengeschichte/

223. Sitzung BR – Stenographisches Protokoll, 18. Dezember 1964, 5487.

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