Die Volksschule im Jahr 1926

Das Jahr 1926 war ein besonderes für die Volksschule. Nach den Streitigkeiten mit der Pfarre (dazu an anderer Stelle) gab es personelle Änderungen.

Im Landesamtsblatt für das Burgenland vom 8. September 1926 findet sich folgender Eintrag:

„Der Bundesminister für Unterricht hat dem Oberlehrer des Ruhestandes, Andreas Kuzmits in Stinkenbrunn, in Anerkennung seines vieljährigen verdientsvollen Wirkens im Schuldienste den Titel „Direktor“ verliehen.“

Andreas Kuzmits war also 1926 bereits im Ruhestand, als er den Titel „Direktor“ verliehen bekam.

Im Oktober 1926 wurde für die „Gemeindevolksschule in Stinkenbrunn“ eine vierte Lehrstelle ausdrücklich „für eine Lehrerin“ ausgeschrieben. Es gab damals noch einen „Gemeindeschulstuhl“ (ein Relikt aus der ungarischen Verwaltung), an dem Interessentinnen ihre Bewerbungen zu richten hatten. Damals hatten Lehrerinnen noch unverheiratet zu sein, wenn sie heirateten, mussten sie die Lehrerstelle aufgeben.

Aus der Anzahl der Lehrer kann geschlossen werden, dass die Schule zumindest zweiklassig geführt wurde.

Quelle: Landesamtsblatt für das Burgenland, 8. September 1926, 1 zitiert: Z.XI-1856/13 vom 23.VIII 1926; Landesamtsblatt für das Burgenland, 20. Oktober 1926

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