1928: Um das Geld aus Amerika betrogen

 

Im Oktober 1928 schrieb die „Arbeiter Zeitung“:

 

Einem Bauernfänger aufgesessen.
Dienstag vormittag hatte der Zimmermann Paul Ludowatz aus Stinkenbrunn in einem Bankhaus Dollars eingewechselt, die er aus Amerika mitgebracht hatte. Am
Stephansplatz lächelte ihn ein ihm völlig unbekannter Mann freundlich zu und sprach ihn mit seinem Namen an. Ludowatz glaubte schließlich, daß der Mann ihn wirklich kenne und folgte seiner Einladung, in ein Gast Gasthaus zu gehen, ohne Sorge. Im Gespräch erzählte der „gute Bekannte“, daß er für den Sekretär in Stinkenbrunn Radiomaterial zu besorgen habe und bat Ludo Ludowatz, das Material gleich dem Sekretär mit mitzunehmen. Auf der Wollzeile ging der Unbekannte in ein Haus, er erschien aber rasch wieder und mißgestimmt erzählte er, daß das Radiogeschäft nicht in der Lage sei, ihm eine Tausendschillingnote zu wechseln. Auf die Frage des Mannes, ob Ludowatz dies nicht tun könne, erklärte dieser, nur achthundert Schilling bei sich zu haben. Der Mann nahm ihm diese schließlich ab und verschwand dann auf Nimmerwiedersehen.
Der Landmann wartete bis gegen 3 Uhr nachmittags auf den Unbekannten, dann erkannte er, daß er einem Schwindler auf aufgesessen sei. Der Schwindler hat offenbar im Bankhaus, wo Ludowatz die Dollarnoten einwechselte, auf dem Blankett den Namen des Zimmermanns gelesen und aus dieser Kenntnis dann auf seine Weise Kapital geschlagen.

 

Bei Paul „Ludowatz“ dürfte es sich um einen Übermittlungsfehler handeln: Es dürfte sich um Paul Gludowatz handeln.

 

Bearbeitung folgt.

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