Die Rolle der Milchgenossenschaft nach dem WW2

 

Die „Burgenländische Freiheit“ schrieb im Oktober 1946:

 

Stinkenbrunn

Was guter Wille, der Bauern Verständnis für die Not der Zeit und eine einsichtsvolle Gemeindeverwaltung zu leisten imstand sind, zeigt die Milchgenossenschaft Stinkenbrunn. Drei Tage nach dem Einmarsch der Roten Armee war der langjährige Sammler Franz Mannsberger schon wieder dabei, allen Milchproduzenten verständlich zu  machen, daß man jeden Tropfen Milch benötige. Die Ortsbevölkerung wurde versorgt und die überschüssige Milch nach Neufeld und Eisenstadt geschickt. Am 31. August 1946 kann nun die Milchgenossenschaft Stinkenbrunn laut Aufstellung in den Büchern, melden, daß bisher 102.466 Liter Milch eingesammelt wurden. Während er 17 Monate mach das 6027 Liter pro Monat aus. Die Zahlen sollen für viele Gemeinden ein Beispiel sein… (es folgen Zahlen anderer Gemeinden)

 

Anmerkungen:

Die Milchgenossenschaft spielte eine wichtige Rolle in Steinbrunn. Nach dem Krieg hatte die Genossenschaft noch unglaubliche 120 Mitglieder. Jeden Tag wurde die frische Milch von den Bauern zur Milchsammelstelle in der Unteren Hauptstraße (wo heute die alte Raika steht) gebracht. Dort nahm sie der Milchsammler entgegen, die Milch wurde gekühlt und in größere Kannen umgefüllt.

Die über 200 Kühe wurden unter der Woche zu Mittag aus dem Dorf auf die Weide auf der Draschka getrieben, wo sie bis am Abend blieben.

Quelle: Burgenländische Freiheit, Nr 29, 13. Oktober 1946, Seite 7.